Messwerte sind die Grundlage technischer Entscheidungen. Ob bei der Einregulierung von Lüftungsanlagen, der Bewertung von Raumluft oder der Dokumentation im Rahmen von Audits – nur präzise Messgeräte liefern belastbare Ergebnisse. Mit seinem hauseigenen Kalibrierlabor bietet die Airflow Lufttechnik GmbH seit Jahrzehnten einen herstellerunabhängigen Service für unterschiedlichste Messgrößen. Jetzt baut das Unternehmen seine Kapazitäten weiter aus und setzt verstärkt auf flexible, individuell definierbare Kalibrierlösungen.
Bereits seit 1965 ist das Kalibrierlabor fester Bestandteil des Airflow Serviceangebots. Zentrale Anlage ist ein Windkanal, ausgestattet mit Laser-Doppler-Anemometer und einer computergesteuerten Regelung. Kalibriert werden unter anderem Messgeräte für Luftgeschwindigkeit, Volumenstrom, Differenzdruck, Temperatur, relative Feuchte und Schall. Dabei spielt es keine Rolle, von welchem Hersteller die Geräte stammen: Neben Airflow-Produkten sind ausdrücklich auch Fremdfabrikate willkommen. Für Standard-Werkskalibrierungen beträgt die durchschnittliche Bearbeitungszeit lediglich rund fünf Werktage.
Kalibrieren heißt vergleichen – und dokumentieren
Beim Kalibrieren wird ein Messgerät mit einem hochpräzisen Referenzgerät verglichen, dessen Werte auf nationale Normale wie PTB oder DAkkS zurückgeführt sind. Die ermittelten Abweichungen werden dokumentiert, das Gerät selbst jedoch nicht verändert. Das Kalibrierzertifikat dient anschließend als offizieller Nachweis für Genauigkeit, Rückführbarkeit und Auditfähigkeit. „Viele unterschätzen, wie stark Messgeräte durch Nutzung, Alterung oder Umwelteinflüsse driften können“, erklärt Christoph Sauerborn, Vertriebsleiter Messtechnik und Leiter des Airflow Kalibrierlabors. „Eine regelmäßige Kalibrierung schafft Transparenz und Sicherheit. Sie sorgt dafür, dass Messergebnisse vergleichbar bleiben und im Zweifel auch vor Auditoren Bestand haben.“ In der Praxis hat sich ein Kalibrierintervall von zwölf Monaten bewährt. Bei besonders häufig genutzten oder sicherheitsrelevanten Geräten kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein.
Moderne Labortechnik für vielfältige Messgrößen
Herzstück des Airflow Kalibrierlabors ist ein 75 m² großer Prüfbereich mit Windkanal, in dem sämtliche Kalibrierungen rund um Luftgeschwindigkeit und Volumenströme durchgeführt werden. Ergänzt wird dieser Bereich durch spezialisierte Laborräume für Differenzdruck, Temperatur, Feuchte sowie Schall- und Lärmmessungen. In einem leistungsfähigen Klimaschrank lassen sich Temperatur- und Feuchtemessgeräte unter exakt definierten Umgebungsbedingungen kalibrieren. „Mit dem Klimaschrank simulieren wir reproduzierbare Klimabedingungen und können Temperatur und relative Feuchte präzise einstellen“, erläutert Sauerborn. Darüber hinaus verfügt das Labor über eine kompakte Temperatur-Kalibriereinrichtung in Form eines Thermoblocks. Dieses Gerät ermöglicht Kalibrierungen bis 250 °C. Anlegefühler, Eintauchfühler und weitere Temperatursonden können damit zuverlässig geprüft werden.
Flexibel statt von der Stange
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Airflow Kalibrierlabors ist die hohe Individualisierbarkeit. Anders als bei rein automatisierten Prozessen können im Labor kundenspezifische Messpunkte manuell angewählt werden. „Wir bieten keine starren Kalibriergrößen von der Stange“, betont Sauerborn. „Wenn Kunden spezielle Messpunkte oder besondere Anforderungen haben, bilden wir diese im Rahmen der Kalibrierung gezielt ab.“ Das bedeutet: Neben Standardkalibrierungen sind auch Sondermesspunkte, projektbezogene Prüfbereiche oder spezifische Einsatzbedingungen realisierbar. Diese Flexibilität gilt markenunabhängig für unterschiedlichste Gerätetypen – vom Anemometer über Differenzdruckmanometer bis hin zum Schallpegelmesser.
Transparenter Ablauf – schnell wieder im Einsatz
Der Kalibrierprozess folgt klar definierten Schritten: Nach Wareneingang und Sichtprüfung erfolgt die Kalibrierung unter kontrollierten Laborbedingungen. Die gemessenen Werte werden mit den Referenzgeräten verglichen und dokumentiert. Liegen die Ergebnisse im vorgegebenen Normbereich, erhält der Kunde ein Kalibrierzertifikat.
Befinden sich die Werte außerhalb des Toleranzbereichs, bietet Airflow eine Justage oder Reparatur an. So werden die Geräte schnellstmöglich wieder einsatzbereit gemacht. „Unser Anspruch ist es, Präzision mit Geschwindigkeit zu verbinden“, fasst Sauerborn zusammen. „Wir sind flexibel aufgestellt, reagieren schnell und bieten unseren Kunden einen Service, der technisch fundiert und gleichzeitig praxisnah ist.“
Weitere Informationen gibt es unter https://kalibrierlabor.airflow.de/





