Ob Schule, Bürogebäude, Hotel oder gewerblich genutzte Immobilie: Im laufenden Betrieb von Lüftungsanlagen müssen Betreiber und Facility Manager zahlreiche Faktoren im Blick behalten. Dazu zählen aktuelle Betriebszustände, Filtermeldungen, Wartungsintervalle und der Energieverbrauch. Kommt es zu einer Störung, ist eine schnelle Diagnose gefragt. Die Fernwartung der zentralen DUPLEX Lüftungsgeräte von Airflow ermöglicht es, relevante Anlagendaten standortunabhängig einzusehen, Einstellungen anzupassen und Serviceeinsätze gezielt vorzubereiten.
Der Zugriff erfolgt über den in die Steuerung integrierten Webserver. Nach der Einbindung des Lüftungsgeräts in ein lokales Netzwerk oder in das Internet können berechtigte Anwender die Benutzeroberfläche über einen Webbrowser aufrufen. Damit lassen sich die Anlagen bequem per PC, Notebook, Tablet oder Smartphone überwachen und bedienen.
Anlagenzustand aus der Ferne beurteilen
Über die digitale Benutzeroberfläche erhalten Betreiber, Fachhandwerker und Servicetechniker einen Überblick über die wesentlichen Betriebsdaten. Dazu gehören unter anderem Temperaturen, Luftmengen, Ventilatordrehzahlen, Betriebszeiten, Filterzustände und Daten zur Wärmerückgewinnung. Je nach Ausstattung des Lüftungsgerätes können auch Messwerte von CO₂-, VOC- oder Feuchtesensoren eingesehen werden.
Aktuelle Warn- und Störmeldungen stehen ebenfalls zur Verfügung. So lässt sich bereits aus der Ferne beurteilen, ob eine unmittelbare technische Maßnahme vor Ort erforderlich ist oder ob sich die Ursache remote über eine Anpassung der Einstellungen beheben lässt. Besonders bei Betreibern von mehreren Standorten erleichtert dies eine zentrale Betreuung.
Datenlogger beschleunigt die Fehleranalyse
Eine einzelne Momentaufnahme liefert bei unregelmäßig auftretenden Störungen häufig nur begrenzte Informationen. Der in die Steuerung integrierte Datenlogger zeichnet deshalb wichtige Betriebswerte sowie Warn- und Fehlermeldungen über einen längeren Zeitraum auf.
Servicetechniker können dadurch nachvollziehen, wann eine Abweichung aufgetreten ist und welche Anlagenparameter zu diesem Zeitpunkt vorlagen. Veränderungen bei Temperaturen, Luftmengen oder Sensorwerten werden ebenso sichtbar wie wiederkehrende Grenzwertüberschreitungen. Die Ursache einer Störung lässt sich damit häufig schneller eingrenzen. Gleichzeitig können Serviceeinsätze besser vorbereitet und benötigte Ersatzteile gezielt eingeplant werden.
Fernwartung macht Betrieb und Wartung vor Ort effizienter
Filterüberwachung, programmierbare Betriebszeiten und optionale Raumluftsensoren schaffen die Grundlage für eine bedarfsgerechte Wartung. Statt Maßnahmen ausschließlich nach festen Zeitabständen zu planen, können Betreiber zusätzlich den tatsächlichen Zustand und die Nutzung der Anlage berücksichtigen.
Zeigt die Filterüberwachung eine zunehmende Verschmutzung an, kann der Austausch rechtzeitig eingeplant werden. CO₂-, VOC- und Feuchtewerte geben Hinweise darauf, ob die Lüftungsleistung zur aktuellen Raumnutzung passt. Auffällige Entwicklungen werden frühzeitig sichtbar, bevor daraus Komforteinbußen oder ungeplante Betriebsunterbrechungen entstehen.
Auch der Energieverbrauch lässt sich auf dieser Basis optimieren. Zeitprogramme und bedarfsgeführte Regelungen verhindern, dass Lüftungsgeräte dauerhaft mit einer höheren Leistung als erforderlich betrieben werden. Das unterstützt einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb und trägt zur Reduzierung der Betriebskosten bei.
Die Fernwartung ergänzt dabei den klassischen Vor-Ort-Service, ersetzt ihn jedoch nicht vollständig. Mechanische oder elektrische Arbeiten müssen weiterhin direkt am Lüftungsgerät erfolgen. Dazu gehören etwa Filterwechsel, der Austausch von Komponenten und Reparaturmaßnahmen.
Klare Benutzerrollen schützen sensible Einstellungen
Nicht jeder Anwender benötigt Zugriff auf sämtliche Funktionen. Die Steuerung verfügt deshalb über eine passwortgeschützte Benutzerstruktur mit unterschiedlichen Berechtigungsebenen für Anwender, Service und Programmierung. Darüber hinaus lassen sich individuelle Benutzerprofile definieren.
Facility Manager können beispielsweise Zugriff auf Betriebsdaten und Zeitprogramme erhalten, während weiterführende Service- oder Programmeinstellungen ausschließlich geschulten Fachkräften vorbehalten bleiben. Kritische Anlagenparameter sind dadurch vor unbeabsichtigten oder unbefugten Änderungen geschützt.
Einbindung in die Gebäudeleittechnik
Für die Vernetzung mit übergeordneten Systemen verfügt die Steuerung über einen integrierten Webserver und eine Modbus-Schnittstelle. Optional stehen weitere Kommunikationsprotokolle wie BACnet oder KNX zur Verfügung.
Damit können DUPLEX Lüftungsgeräte in bestehende Gebäudeleitsysteme eingebunden werden. Betreiber erhalten eine zentrale Übersicht über die technische Gebäudeausrüstung und können Anlagendaten gesammelt auswerten. Das ist insbesondere bei größeren Liegenschaften und einem zentral organisierten Facility Management von Vorteil.
Voraussetzung für den Fernzugriff ist eine entsprechend ausgestattete Steuerung sowie eine Netzwerkverbindung über Ethernet. Für den Zugriff über das Internet oder die Service Cloud wird zusätzlich eine Internetverbindung benötigt. Abhängig von der vorhandenen IT-Infrastruktur können Freigaben in der Firewall oder weitere Netzwerkeinstellungen erforderlich sein.
„Die digitale Fernwartung von DUPLEX Lüftungsgeräten bietet im Betrieb zahlreiche Vorteile. Durch die Kombination aus digitaler Anlagenüberwachung, Datenlogger und Fernzugriff können viele Fragestellungen bereits ohne unmittelbaren Vor-Ort-Einsatz geklärt werden. Das reduziert unnötige Anfahrten, verkürzt Reaktionszeiten und unterstützt eine gezielte Einsatzplanung“, berichtet Andreas Kurth, Leiter Gebäudetechnik bei der Stadt Mechernich, die zahlreiche Lüftungsgeräte von Airflow im Einsatz hat.





